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Großer Andrang zur 8. Jahrestagung der IPV-Akademie am 15.09.2016

Am 15. September fand die inzwischen 8. Jahrestagung der IPV-Akademie statt. Auch in diesem Jahr konnte der Industrie-Pensions-Verein e.V. regen Zuspruch verzeichnen. Über 250 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Verbänden besuchten die Jahrestagung, die mit exklusiven Vorträgen aufwartete. 

  • Vorträge

Wege der betrieblichen Altersversorgung zur Erreichung eines angemessenen Altersvorsorgeniveaus – unter Berücksichtigung der Situation in kleinen und mittleren Unternehmen
Prof. Dr. Fred Wagner
Professor für Versicherungsbetriebslehre, Institut für Versicherungslehre, Universität Leipzig

Prof. Dr. Fred Wagner von der Universität Leipzig stellte in seinem Vortrag die Ergebnisse der aktuellen Studie Wege in der betrieblichen Altersversorgung zur Erreichung eines angemessenen Altersversorgungsniveaus dar. In der Studie fand die Situation kleiner und mittelständischer Betriebe besondere Berücksichtigung. Die Studie wurde im Auftrag und zusammen mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte erstellt und mit deren freundlicher Genehmigung nun auf der IPV-Jahrestagung vorgestellt.
Prof. Wagner führte aus, dass es trotz unterschiedlicher Einschätzungen der befragten Teilnehmer aus Politik, Tarifpartnern und Produktanbietern sowie Beratern und Vertrieben in einigen Punkten doch Einigkeit gegeben habe. So seien alle Befragten etwa dafür, Hemmnisse der betrieblichen Altersversorgung, wie die Reduzierung der Sozialversicherungspflicht in der Auszahlungsphase, die Vermeidung der Doppelverbeitragung oder der Nichtanrechnung der Betriebsrente auf die Grundsicherung zu beseitigen. Die Frage sei nun, ob diese auf einem breiten Konsens beruhenden Wünsche auch in der Gesetzgebung Berücksichtigung und Umsetzung fänden.

Arbeiten im Alter – Arbeitsfähigkeit im Alter? Demographic Leadership für lebenslange Leistungsfähigkeit
Prof. Dr. Sven C. Voelpel
Professor of Business Administration, Department of Economics & Management, Jacobs University, Gründungsdirektor WDN – WISE Demografie Netzwerk


Prof. Sven Voelpel von der Jacobs Universität in Bremen beschäftige sich in seinem Vortrag mit dem Thema Arbeiten im Alter und Arbeitsfähigkeit im Alter. Unter dem Gesichtspunkt der demographischen Herausforderung vor der unsere Gesellschaft steht führte er den Teilnehmern zunächst die natürlichen Begleiterscheinungen des Alterns vor Augen: physischer, emotionaler und mentaler Abbau. Gespickt mit vielen interessanten Beispielen führte er aber auch aus, wie die Menschen durch Stärkung der mentalen, physischen und emotionalen Fitness diesem Abbau erfolgreich begegnen können. Im Weiteren ging Prof. Voelpel auf die Auswirkungen der Digitalisierung im Arbeits- und Privatumfeld ein und zeigte an konkreten Beispielen wie die Digitalisierung unser Leben positiv beeinflussen wird. So führten helfende und unterstützende Technik dazu, dass „das Alter quasi abgeschafft sei“.

Die Zukunft der Lebensversicherung: Wie reagieren Lebensversicherer auf die niedrigen Zinsen? Warum die Lebensversicherung trotz niedriger Zinsen eine Zukunft hat
apl. Prof. Dr. Jochen Ruß
Geschäftsführer, Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften


Prof. Jochen Ruß von der Universität Ulm widmete sich in seinem Vortrag dem Thema der Reaktion der Lebensversicherungsbranche auf die Niedrigzinsphase. Hierzu stellte er drei Thesen auf. Zum einen zeigte er auf, dass sich die Lebensversicherer nicht von den klassischen Produkten verabschiedeten, wie es oft berichtet wird. Vertrieblich erfolgreiche und nachhaltige Produkte, die im Kundeninteresse lägen, benötigten nach wie vor einen klassischen Deckungsstock. Die Versicherer müssten sich nur auf das besinnen, was sie am besten können nämlich den Risikoausgleich im Kollektiv und in der Zeit durch kollektive Kapitalanlage. Hauptaufgabe der Lebensversicherer müsse künftig die Garantie eines lebenslangen Einkommens sein. Denn viele Menschen unterschätzten massiv die eigene Lebenserwartung und setzten sich damit dem Risiko aus, länger zu leben als ihr Geld reicht. Eine der Hauptaufgaben der Branche sei daher zwingend die Aufklärung der Vermittler und Endkunden über die Wichtigkeit eines lebenslangen Einkommens. Insoweit sei auch der Begriff der Sicherheit neu zu definieren. Der Wert eines lebenslangen Einkommens sei dabei höher einzuschätzen als die Garantie auf einen bestimmten Zinssatz. Dieser wirke sich im Endeffekt sogar renditemindernd aus. 

Die private und betriebliche Krankenversicherung im aktuellen Umfeld
Dr. Jan Esser
Mitglied des Vorstands, Allianz Private Krankenversicherungs-AG


„Da ist ‘ne echte Story drin…“, so der Appell von Dr. Jan Esser, Vorstandsmitglied der Allianz Private Krankenversicherungs-AG an die Unternehmen. Gemeint ist die Einrichtung einer betrieblichen Krankenversicherung als überaus attraktive Lohnzusatzleistung von Arbeitgeber für Arbeitnehmer. Diese sei ein wichtiges Instrument zur Bindung und Neugewinnung von qualifiziertem Fachpersonal und würde von Mitarbeitern als Zeichen besonderer Wertschätzung eingestuft.
Weiterhin thematisierte Herr Dr. Esser innerhalb seines Gesamtvortrags Die private und betriebliche Krankversicherung im aktuellen Umfeld die steigenden Kosten im Gesundheitswesen, bedingt durch medizinischen Fortschritt, aber auch durch die demografische Entwicklung.
Ein dritter Punkt seines Referats befasste sich neben dem Pflegestärkungsgesetz I mit den Änderungen im Pflegebereich durch das Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes II zum Januar 2017 und u.a. der damit verbundenen Einführung der neuen Pflegegrade. Trotz aller Anstrengungen bestehe allerdings gerade in den jetzigen Zeiten der älter werdenden Bevölkerung ein eigenverantwortlicher erhöhter Vorsorgebedarf. 

Die Rettung der Schulden durch die EZB und die deutsche Altersvorsorge
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Werner Sinn
Nationalökonom und Finanzwissenschaftler


Der ehemalige Präsident des ifo Instituts, der Nationalökonom und Finanzwissenschaftler Prof. Hans-Werner Sinn hielt den vielbeachteten Schlussvortrag der Jahrestagung. Anhand vieler Charts und aktueller Zahlen arbeitete er das Thema der Rettung der Schuldenländer durch die EZB und die Auswirkungen auf die Altersversorgung auf. Dabei beleuchtete er sowohl das Zustandekommen der Finanzkrise, als auch die Voraussetzungen für eine nachhaltige Verbesserung. Diese seien aber, insbesondere was die Senkung von Lohnkosten zur Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit anginge, gerade bei den Problemstaaten nicht erfüllt. Daher sei dort eine Gesundung der Wirtschaft kaum möglich. Prof. Sinn zeigte weiterhin auf, dass die Geldpolitik der EZB auch nicht zu einer Gesundung der Wirtschaften beigetragen habe, da Eigenanstrengungen der Staaten entbehrlich wurden. Letztlich müsse man für lange Zeit mit der Niedrigzinspolitik der EZB rechnen, die insoweit natürlich auch Auswirkungen auf die Altersversorgungssysteme habe. Eine Änderung der Situation sei nur durch politische Intervention der Regierungen in Europa möglich. Diese sei insbesondere durch den Austritt Großbritanniens aus der EU auch dringend erforderlich, da der Austritt zu veränderten Mehrheiten innerhalb der EU führe.

Mehr zur Jahrestagung 2016 hier.

/ Leitbild der IPV-Akademie

Die Vision unseres Unternehmens ist es, ein kompetenter Lernanbieter von Fachseminaren zur privaten und betrieblichen Alters- und Gesundheitsvorsorge zu sein.

Unser Selbstverständnis ist, dass:

  • Lernende einen Mehrwert durch unsere Schulungen erhalten
  • Nachhaltige Kenntnisse vermittelt werden
  • Kostengünstige Lerndienstleistungen angeboten werden
  • Der Lernerfolg im Vordergrund steht
  • Korrekturen und Verbesserungen systematisch durchgeführt werden

Die Grundprinzipien unseres Unternehmens sind es, Klarheit in die steigende Komplexität gesetzlicher Regelungen, vor allem bei den Themen Alters- und Gesundheitsvorsorge, zu bringen. Durch die Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern, den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft und Entscheidern aus Industrie und Politik bietet die Akademie den Teilnehmern einen hochwertigen Informationsaustausch.

7. Jahrestagung der IPV-Akademie

Am 17.09.2015 fand die nunmehr 7. Jahrestagung der IPV-Akademie statt. Rund 250 Teilnehmer fanden sich auch in diesem Jahr wieder im Haus der Deutschen Wirtschaft, Berlin, ein um interessante Vorträge und intensive Diskussionen in angenehmer Atmosphäre zu erleben. Von den Tagungsteilnehmern haben wir eine durchweg positive Resonanz erhalten.

Einige Impressionen sowie die Zusammenfassung der einzelnen Vorträge finden Sie hier!

Erfolgreiche Zertifizierung

Für unsere Seminare der IPV-Akademie haben wir uns als Ziel gesetzt, die Qualität in der Weiterbildung kontinuierlich zu sichern.

Seit Oktober 2014 ist die Akademie des Industrie-Pensions-Verein e.V. nach eingehender Prüfung unseres Qualitätsmanagementsystems als Lerndienstleister in der Aus- und Weiterbildung durch die Zertifizierungsorganisation CERTQUA im Sinne der internationalen Norm DIN ISO 29990:2010 zertifiziert.

Einer unserer wichtigsten Schwerpunkte besteht in unserer Selbstverpflichtung, stets die Qualität aller, die der Akademie betreffenden, Seminare und deren Abläufe zu überprüfen und aufrechtzuerhalten. Langfristig möchten wir ein verlässlicher Anbieter von Seminaren im Bereich der privaten und betrieblichen Alters- und Gesundheitsvorsorge sein, neue Anforderungen des Marktes zeitnah erkennen und diese gezielt umsetzen.

Punkte sammeln für höhere Beratungsqualität

Seit 2014 läuft offiziell die Brancheninitiative „gut beraten – Weiterbildung der Versicherungsvermittler in Deutschland“.

Die IPV-Akademie hat sich im Rahmen dieser Initiative als Bildungsdienstleister akkreditieren lassen (Akkreditierungsnummer: GB-BDL-20140218-30035).

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