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Vorteile der IPV-Akademie
- Seminare zu aktuellen komplexen Themen der privaten und betrieblichen Altersversorgung sowie zur Gesundheitsvorsorge
- als Referenten, externe Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
- umfangreiche Sammlung an Materialien rund um die Themen der Alters- und Gesundheitsvorsorge auf den Internetseiten
- Überblick über die wichtigsten Rechtsquellen, sowie Rundschreiben der Spitzenverbände und Sozialversicherungsträger
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/ Jahrestagung 2010
Über 170 Teilnehmer folgten am 16. September 2010 der Einladung des IPV zur Jahrestagung in das Grand Hotel Esplanade nach Berlin. Hochkarätige Referenten und angeregte Diskussionen machten den Tag für die Teilnehmer sowohl informativ als auch interessant. Viele Diskussionen, die auf dem Podium begonnen, wurden ausgiebig während der Pausen und im abschließenden „Get Together“ fortgeführt. Es wurde wieder einmal deutlich, dass die Themen des IPV Alters- und Gesundheitsvorsorge viele neue Facetten und Diskussionsstoff bieten. „Die Veranstaltung kann als voller Erfolg gewertet werden“, zeigten sich die IPV-Vorstände Jost Etzold und Dieter Joeres zufrieden. „Denn Ziel war es nicht, am Ende der Veranstaltung einen gemeinsamen Konsens zu finden, sondern Denkanstöße zu geben, Ideen vorzustellen und Fragestellungen von allen Seiten zu beleuchten.“
Der Vormittag wurde dem Thema Altersvorsorge gewidmet. Das Auftaktreferat hielt Professor Dr. Bert Rürup. Redegewandt und plakativ räumte er mit vorherrschenden Mythen zum Thema auf. Dabei konzentrierte er sich insbesondere auf Fragestellungen, die im Zuge der Finanzkrise aufgetreten sind. Er schloss seinen Vortrag mit Herausforderungen, die der Gesellschaft zur Sicherung einer nachhaltigen Altersvorsorge bevorstehen. Im Anschluss an eine lebendige Diskussionsrunde mit Herrn Professor Dr. Rürup, hat Dr. Peter Wohlleben, Vorstandsmitglied des Pensions-Sicherungs-Vereins, einen Vortrag zum Insolvenzschutz von Betriebsrenten in und nach der Finanzkrise gehalten. Er machte deutlich, dass die Finanzkrise natürlich auch für den Pensions-Sicherungs-Verein aufgrund der starken Beanspruchung des Ausgleichsfonds eine große Herausforderung darstellte. Die solidarische Bewältigung des Krisenjahres 2009 erweise sich aber heute für Deutschland als Standortvorteil im internationalen Vergleich. Anschließend griff Frank Neuroth, Mitglied des Vorstands der ERGO Lebensversicherungs-AG, das Thema der betrieblichen Altersvorsorge auf. Neben aktuellen Trends und Modellen fokussierte sich Herr Neuroth in seinem Vortrag auf die Bedeutung der demografischen Entwicklung für den Arbeitsmarkt und zeigte die betriebliche Altersvorsorge als einen Wettbewerbsvorteil im Ringen um qualifizierte Mitarbeiter auf.
Das Thema der Gesundheitsvorsorge stand am Nachmittag im Mittelpunkt der Referenten. Professor Dr. Peter Oberender läutete den Nachmittag mit einem mitreißenden Vortrag zum Thema „Länger gesund leben – aber wie finanzieren?“ ein. Der Titel seines Vortrages versprach nicht zu viel. Professor Dr. Oberender unterlegte seine Forderungen nach mehr Wettbewerb und Selbstbestimmung mit vielen Fakten über die finanziellen Auswirkungen der sich stets verbessernden Medizin. Auch der Vortrag von Dr. Thomas Drabinski, Leiter des Instituts für Mikrodaten-Analyse, geizte nicht mit Fakten. Er stellte seine wissenschaftlichen Ergebnisse zu den Auswirkungen der Gesundheitsprämie auf das Gesundheitssystem vor. Dabei widmete er sich Fragestellungen zum Beispiel nach der Finanzierung des sozialen Ausgleichs oder nach Möglichkeiten der administrativen Umsetzung. Christian Molt von der Allianz Private Krankenversicherungs-AG rundete das Thema mit seinem Vortrag „Perspektiven in der privaten Krankenversicherung“ ab. Dabei griff er die Folgen sowohl des Wettbewerbsstärkungsgesetzes aus 2007 als auch die aktuelle Gesetzgebung für das GKV Reformgesetz auf.
Unter der Leitung der Journalistin und Moderatorin Katja Nellissen fand im Anschluss an die Fachvorträge eine Podiumsdiskussion statt. Neben Professor Dr. Oberender, Dr. Drabinski und Herrn Molt, wurde auch Dr. med. Vogt, Hauptgeschäftsführer des Hartmannbundes, über seine Erwartungen und Wünsche an die Gesundheitspolitik befragt. In der Runde wurde unter anderem über das Thema diskutiert, welche Leistungen wirklich notwendig sind und wer diesen Leistungskatalog festlegen kann und sollte.
Mit einem Vortag von Daniel Bahr, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, endete ein für alle Teilnehmer informativer und interessanter Tag. Mit seinem Vortrag griff er die Impulse der vorhergegangenen Vorträge auf und setzte diese in den Kontext politischer Machbarkeit. Insbesondere die Schlüsselfrage der Finanzierung eines flächendeckenden Gesundheitswesens mit einer umfassenden Grundversorgung schilderte Bahr facettenreich und fachkundig. Bahr, der schon zum zweiten Mal beim IPV zu Gast war, stand den Gästen anschließend zu einer umfassenden Diskussion zur Verfügung. Er versprach ein baldiges Wiederkommen.
Tagungsprogramm
Ort | Grand Hotel Esplanade Berlin |
11:00 Uhr | Begrüßung der Teilnehmer Herr Dieter Joeres (Vorstand IPV) |
11:15 Uhr | Altersvorsorge nach der Finanzkrise: Herr Prof. Dr. Dr. h. c. Bert Rürup (Vorstand MaschmeyerRürup AG) |
12:00 Uhr |
Herr Dr. Hermann Peter Wohlleben (Vorstand PSVaG) |
12:30 Uhr | Zeitgemäße bAV - Trends und Entwicklungen Herr Frank Neuroth (Vorstand ERGO Lebensversicherung AG) |
13:00 Uhr | Mittagspause |
14:00 Uhr | Einführung Krankenvorsorge Herr Jost Etzold (Vorstand IPV) |
14:05 Uhr | Länger gesund leben - aber wie finanzieren? Herr Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Oberender (Universität Bayreuth) |
14:30 Uhr | Auswirkungen der Gesundheitsprämie auf das Gesundheitssystem Herr Dr. Thomas Drabinski (Leitung Institut für Mikrodaten-Analyse) |
15:00 Uhr | Perspektiven in der privaten Krankenversicherung Herr Christian Molt (Vorstand Allianz Private Krankenversicherungs-AG) |
15:30 Uhr | Kaffeepause |
16:00 Uhr | Podiumsdiskussion mit Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. Oberender, Herrn Dr. Drabinski, Herrn Molt, |
17:00 Uhr | Für eine stabile, gerechte und transparente Finanzierung des Gesundheitswesens. Herr Daniel Bahr |
17:30 Uhr | Get together mit Imbiss |
Referenten
Prof. Dr. Dr. h. c. Bert Rürup
Mitglied des Vorstands MaschmeyerRürup AG
/ Vita
Dr. Hermann Peter Wohlleben
Mitglied des Vorstands des Pensions-Sicherungs-Vereins VVaG
/ Vita
Frank Neuroth
Mitglied des Vorstands ERGO Lebensversicherung AG
/ Vita
Prof. Dr. Dr. h. c. Peter Oberender
Universität Bayreuth
/ Vita
Dr. Thomas Drabinski
Leitung Institut für Mikrodaten-Analyse
/ Vita
Christian Molt
Mitglied des Vorstands Allianz Private Krankenversicherungs-AG
/ Vita
Dr. med. Michael Vogt
Hauptgeschäftsführung Hartmannbund
/ Vita
Daniel Bahr
Parlamentarischer Staatssekretär Bundesministerium für Gesundheit
/ Vita


















